FAQ-Leitfaden für Eltern schulpflichtiger Kinder

Die aktuelle Corona-Situation führt bei vielen zu Fragen. Mit folgendem Leitfaden möchten wir häufig gestellte Fragen zum Schulbetrieb, Corona-Verdachtsfällen und Quarantäne aufgreifen und beantworten.

Das Bürgertelefon des Gesundheitsamtes steht Ihnen ebenfalls zur Verfügung. Es ist telefonisch erreichbar unter den Rufnummern
03445 / 73-1646 oder 03445 / 73-1647 werktags von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Wochenende von 13 bis 18 Uhr oder per E-Mail unter: buergertelefon@blk.de

Was passiert, wenn es in der Klasse oder an der Schule einen positiven Corona-Fall gab?

Es kann sein, dass sich Ihr Kind mit dem Virus angesteckt hat, wenn es Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das hängt aber auch davon ab, wie eng der Kontakt war, wie lange er gedauert hat und in welcher Umgebung er stattfand. Die Zeit, bis das Virus bei Ihrem Kind nachweisbar sein könnte (Inkubationszeit), beträgt bis zu 14 Tage.

Ob sich Ihr Kind in häusliche Quarantäne begeben muss, wenn in seiner Klasse oder Schule eine Infektion aufgetreten ist, entscheidet das Gesundheitsamt. Da dieses derzeit stark überlastet ist und nicht jeden Fall zeitnah prüfen kann, sollen alle Schulen im Burgenlandkreis wie folgt verfahren:

Wird die positive Testung einer Schülerin oder eines Schülers mittels PCR-Labortest der Schulleitung bekannt, wird die betroffene Klasse zunächst ohne weitere Ermittlungen durch die Schulleitung nach Hause geschickt (vorläufige Quarantäne). Die Schulleitung stimmt sich dazu mit dem Amt für Bildung im Landratsamt vorher ab.

Wird die positive Testung einer Lehrkraft oder des sonstigen Personals mittels PCR-Labortest in der Schule bekannt, wird diese Lehrkraft ebenfalls durch die Schulleitung nach Hause geschickt.

Anschließend wird das Gesundheitsamt in der Regel an einem der nächsten Unterrichtstage Antigen-Schnelltests bei den möglichen Kontaktpersonen durchführen. Hierzu wird ein Testmobil in Ihre Schule fahren oder – in Naumburg – werden die Schüler bzw. Lehrkräfte in das Abstrichzentrum am Landratsamt bestellt. Den Tag der Testung teilen wir der Schule mit. An diesem Tag soll auch die betroffene Schulklasse in die Schule kommen, um ebenfalls getestet zu werden.

Da die Schnelltests unmittelbar nach Bekanntwerden der Infektionen an Schulen eingesetzt werden können, ist es wichtig, dass Schüler und Schülerinnen Einverständniserklärungen der Eltern zur Durchführung der Tests ausgefüllt in der Schule hinterlegen. Die Schulen haben diese Formulare bei sich vorliegen und geben sie an die Eltern aus.

Nach Durchführung der Schnelltestung an Ihrer Schule entscheidet das Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen, die mögliche Beendigung der vorläufigen Quarantäne, die Ausweitung von Quarantänemaßnahmen oder die Schließung der Schule. Die Entscheidung hängt von dem Umfang des Ausbruchsgeschehens ab.

Wenn es an Ihrer Schule einen Infektionsfall gegeben hat, wird ein mobiles Testteam des Gesundheitsamtes an die Schule kommen. Dieses führt Schnelltest in der Klasse durch, in der der Fall aufgetreten ist bzw. auch bei dem gesamten Lehrkörper.

Ergibt der Schnelltest, dass Ihr Kind infiziert sein könnte, wird ein weiterer Test durchgeführt, der in einem Labor ausgewertet wird und einige Tage dauert.

Dann gilt für ihr Kind eine sofortige Quarantäne. Auch alle mit dem Kind im Haushalt lebenden Personen müssen sich sofort in Quarantäne begeben. Über das weitere Vorgehen informiert Sie dann das Gesundheitsamt.

In diesem Fall wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Hausarzt/ Kinderarzt. Das Gesundheitsamt ist hierfür nicht zuständig.

Unmittelbare Kontaktkinder müssen unabhängig vom Testergebnis 14 Tage in Quarantäne. Wurde Ihr Kind positiv getestet, ist es also infiziert, erhalten Sie einen Anruf des Gesundheitsamtes. Das kann je nach Fallzahlen in den Laboren bis zu vier Tage dauern. Geht das Testergebnis negativ aus, so bemühen wir uns, Sie auch darüber zu informieren. Je nach Fallaufkommen ist das allerdings nicht immer zu schaffen. Auch hier hilft Ihnen notfalls das Bürgertelefon weiter.

Nein, die Quarantäne gilt für direkte Kontaktpersonen, in dem Fall für Ihr Kind. Als Eltern dürfen Sie weiterhin zur Arbeit gehen, Geschwisterkinder dürfen weiterhin die Schule oder Kindertageseinrichtungen besuchen.

Treten allerdings Krankheitssymptome auf, nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Hausarzt/ Kinderarzt auf.

Quarantäne bedeutet, dass Ihr Kind zu Hause bleiben und Kontakt zu anderen Menschen vermeiden muss. Ihr Kind darf also nicht die Wohnung oder das Haus verlassen. Das bedeutet auch, dass Ihr Kind keinen Besuch bekommen darf von seinen Freunden. Haben Sie ein eigenes Grundstück, darf das Kind das Grundstück nicht verlassen, aber natürlich den eigenen Garten betreten.

Bitte achten Sie darauf, dass die üblichen Hygieneregeln eingehalten werden: regelmäßiges Händewaschen, Husten-Nies-Etikette beachten, Einmal-Taschentücher benutzen, Hygieneartikel nicht mit anderen Personen teilen. Mit der angeordneten Quarantäne erhalten Sie seitens des Gesundheitsamtes Hilfestellungen und Tipps für den Alltag in dieser besonderen Situation.

Hierzu erhalten Sie als Sorgeberechtigte vom Gesundheitsamt einen Quarantänebescheid für Ihr Kind. Dieser wird aber erst gegen Ende der Quarantänezeit bei Ihnen schriftlich eintreffen. Dieser kann dann auch dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

Sie erhalten vom Gesundheitsamt per Post eine Ordnungsverfügung. In diesem Schreiben steht das Datum, wann die Quarantäne abläuft. Vorab informiert Sie das Gesundheitsamt darüber telefonisch.

Bei Fragen zum weiteren Ablauf in der Schule wenden Sie sich bitte direkt an die Leitung der Schule Ihres Kindes.

Bei allgemeinen Fragen zu Corona können Sie sich an das Bürgertelefon des Gesundheitsamtes wenden.

Der Burgenlandkreis als Gesundheitsbehörde hat ab 9. November 2020 die Maskenpflicht nur noch in Schulgebäuden und Hortgebäuden verhängt. Wenn man am Platz sitzt (z. B. im Unterricht, während der Hausaufgabenerledigung im Hort), besteht auch dort keine Maskenpflicht.


Für den Außenbereich von Schulen und Horten besteht durch den Burgenlandkreis keine Maskenpflicht mehr.
Das Land Sachsen-Anhalt hat für die Schulen aber am ab 9. November 2020 folgende Regelung landesweit in Kraft gesetzt: „Außer während des Unterrichts, in Bereichen die ausschließlich dem pädagogischen, administrativen oder technischen Personal der Schule vorbehalten sind und in Büros zur Einzelnutzung ist innerhalb des Schulgebäudes grundsätzlich und auf dem Schulgelände immer dort, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, von allen Personen, die sich dort aufhalten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Individuelle Absprachen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht sind möglich. Das Recht jeder einzelnen Person darüber hinaus immer dann eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wenn sie es möchte, bleibt davon unberührt.“


Das bedeutet für Schüler:
Im Innenbereich von Schulen und Horten müssen von Schülern Masken getragen werden, wenn man nicht am Platz sitzt. Im Außenbereich von Schulen müssen Schüler Masken tragen, wenn der Außenbereich sehr klein ist und die Abstände von 1,5 Metern nicht einzuhalten sind. Das entscheidet dann der Schulleiter. Im Hortbereich besteht im Außenbereich keine Maskenpflicht, aber auch hier kann der Leiter des Hortes (und der Träger des Hortes) eine Maskenpflicht vor Ort verhängt haben.

Sportunterricht in geschlossenen Räumen ist nach der 16. Allgemeinverfügung des Burgenlandkreises bis zum 30.11.2020 untersagt. Daher stellt sich dort die Frage nach der Maskenpflicht nicht. 

Bei Sportunterricht im Freien muss keine Maske getragen werden.

Schwimmunterricht kann derzeit stattfinden.

Wegen der Maskenpflicht greift das Hygienekonzept der Schwimmhalle. Sofern dieses nicht das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorsieht, muss dieser nicht während des Schwimmunterrichtes getragen werden

Wer als Kontaktperson zu einer infizierten Person gilt, entscheidet das Gesundheitsamt als zuständige Behörde nach dem Infektionsschutzgesetz. 

Dabei gelten folgende Grundregeln: 

  • Herangezogen wird der Zeitraum von 48 h vor dem Test bzw. dem Auftreten von Symptomen bis zur Quarantäne.
  • Wer in dieser Zeit länger als 15 min ohne Maske und näher als 1,5 m war, gilt als direkte Kontaktperson.

Das Gesundheitsamt entscheidet, ob für diese Personen Quarantäne, Test usw. erforderlich sind und ordnet dies ggf. auch an. 

Weitere Angaben zu den Kategorien der Kontaktpersonen finden Sie auf der Website des RKI.

 

 

Sie oder ein Mitglied Ihres Haushaltes sind positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden und müssen sich deswegen aufgrund der Allgemeinverfügung des Burgenlandkreise Nr. 17, die vom 23. November 2020 bis zum 31. Januar 2021 gilt, selbstständig in häusliche Quarantäne zu begeben. 

Was Sie bei der häuslichen Quarantäne beachten müssen, finden Sie auf dem hier beigefügten Merkblatt. 

Sie sind außerdem verpflichtet, sich unter der Telefonnummer 03445 73 1790 beim Gesundheitsamt zu melden. 

Für eine Durchführung einer Testung auf Corona in einer Fieberambulanz oder ärztlichen Praxis darf die häusliche Quarantäne verlassen werden. Falls Sie aus sonstigen Gründen die Quarantäne verlassen müssen, bedürfen diese Ausnahmen ausdrücklich der Genehmigung des Gesundheitsamtes des Burgenlandkreises.

Diese Situation stellt viele Menschen vor große Herausforderungen. Um sich und seine Familie zu schützen, soll der Kontakt einer positiv getesteten Person mit den in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen (z.B. nahen Familienangehörigen) sowie zur Pflege und Versorgung tätigen Personen auf das absolut notwendige Minimum reduziert werden.

Für den Fall, dass an der Schule Ihres Kindes eine Coronainfektion aufgetreten ist, werden die betroffenen Klassen getestet.

Hier finden Sie den Elternbrief dazu mit der entsprechenden Einwilligungserklärung zum herunterladen.

Bitte füllen Sie die Einwilligungserklärung aus und geben Sie Ihrem Kind mit, wenn Sie einverstanden sind, dass Ihr Kind getestet werden darf. 

In dem Fall, dass die Einrichtung aufgrund einer Entscheidung des Gesundheitsamtes geschlossen wurde gilt:

Wenn Sie angestellt sind, erhalten Sie Lohnfortzahlung; Ihr Arbeitgeber bekommt die Zahlung erstattet, wenn er dies beim Landesverwaltungsamt beantragt.

Das Gleiche gilt für Selbständige, die direkt ihren Verdienstausfall geltend machen können.

Nähere Informationen und die Antragsformulare finden Sie hier.

Bürgertelefon

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Samstag und Sonntag
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