Benötigen Kinder und Jugendliche die Zustimmung ihrer Eltern?

Eine COVID-19-Impfung setzt eine sorgfältige Aufklärung der zu impfenden Person bzw. des Vorsorgebevollmächtigten oder Sorgeberechtigten voraus. Bei Minderjährigen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist daher die Einwilligung der Eltern bzw. Sorgeberechtigten einzuholen.

Jugendliche können selbst einwilligen, wenn sie die erforderliche Einwilligungsfähigkeit besitzen. Die Einwilligungsfähigkeit ist in der Regel dann gegeben, wenn die oder der Minderjährige aufgrund ihrer oder seiner geistigen Reife in der Lage ist, die Bedeutung und Tragweite der Behandlungsmaßnahme, nach vorheriger Aufklärung, selbst einzuschätzen. Ob dies der Fall ist, ist von der impfenden Person in jedem Einzelfall gesondert zu beurteilen. Je älter die oder der betroffene Minderjährige ist, desto eher ist von ihrer oder seiner Einwilligungsfähigkeit auszugehen. Bei Jugendlichen ab der Vollendung des 16. Lebensjahres wird sie in der Regel gegeben sein.