Welche Hilfen gibt es für Unternehmen und Soloselbstständige zur Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie?

Zur Bewältigung von wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie können Unternehmer im Förderzeitraum bis zum 31.03.2022 die Überbrückungshilfe IV (Abschlagszahlungen – Erstattung Fixkosten, besonders schwer betroffene Branchen Eigenkapitalzuschuss) und Neustarthilfe für Soloselbstständige (monatliche Zuschüsse) erhalten. Die Antragstellung erfolgt seit 07.01.2022 über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
Für den Kultur- und Medienbereich gibt es das Programm NEUSTART KULTUR sowie den Sonderfond des Bundes für Kulturveranstaltungen.
Für Förderzeiträume bis zum 31.03.2022 kann man auch Härtefallhilfen beantragen.
Das KfW-Sonderprogramm und der KfW-Schnellkredit laufen mit erhöhten Kreditobergrenzen bis zum 30.04.2022.
Um allen Antragstellern und prüfenden Dritten bessere Möglichkeiten zu geben, die
Hilfsprogramme zu nutzen, werden mit der Verlängerung der Hilfen selbst auch die
Fristen verlängert. Anträge für die laufende Überbrückungshilfe III Plus können bis zum 31. März 2022 gestellt werden und für die Einreichung der Schlussabrechnung für die bereits abgelaufenen Hilfsprogramme (Überbrückungshilfe I - III, November- und Dezemberhilfe) wird die Frist bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

 

Hinweis zur Transparenzregistereintragung: Es ist grundsätzlich (vereinfachend) ausreichend, wenn der entsprechende Nachweis über die Transparenzregistereintragungen dem prüfenden Dritten vorliegt, so dass er der Bewilligungsstelle auf deren explizite Anforderung hin übermittelt werden kann.

 

Überbrückungshilfe IV

Grundlegende Antragsvoraussetzung ist ein durch Corona bedingter Umsatzrückgang
von 30% im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019. Der maximale Fördersatz der förderfähigen Fixkosten beträgt 90% bei einem Umsatzrückgang von über 70%. Es können die Kosten für Miete, Pacht, Zinsaufwendungen, Kredite, Ausgaben für Instandhaltung, Versicherungen usw. geltend gemacht werden. Unternehmen, die pandemiebedingt besonders schwer von Schließungen betroffen sind, erhalten einen zusätzlichen modifizierten und verbesserten Eigenkapitalzuschuss, wenn sie durchschnittlich im Dezember 2021 und Januar 2022 einen durch Corona bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 50% aufweisen, können sie einen Zuschlag von bis zu 30% auf die Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 des Fixkostenkatalogs erhalten.
Für Schausteller, Marktleute und private Veranstalter von abgesagten Events beträgt der Eigenkapitalzuschuss 50%. Sie müssen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% im Dezember 2021 nachweisen.

 

Alle wichtigen Programme finden Sie in der aktuellen Übersicht mit Programmbeschreibungen hier.

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